Rheumatologie bei Evidia

Rheumatologie bei Evidia

Infos zu Diagnostik- und Therapieverfahren

Womit beschäftigt sich die Rheumatologie?

Unter dem Begriff „Rheuma“ sind Erkrankungen zu verstehen, die sich durch Beschwerden an Gelenken bemerkbar machen. Aber auch die Weichteile des Körpers wie die Muskulatur, Gefäße sowie die inneren Organe können beteiligt sein. Häufig sind Gelenkschmerzen und -schwellungen erste Anzeichen einer rheumatischen Erkrankung. Da es sich bei Rheuma aber nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt, sprechen Mediziner von „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“.

Die Ursachen für eine rheumatische Erkrankung können vielfältig sein und reichen von genetischen Faktoren über Fehlregulationen des Immunsystems bis hin zu Infektionen. Häufig unterscheiden sich die Erkrankungen nicht nur in Bezug auf ihre Symptome, sondern auch in der Therapie. Die Rheumatologie beschäftigt sich mit der Diagnose und der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen.

Im Behandlungsspektrum der Rheumatologie werden unter anderem folgende Erkrankungen unterschieden:

  • Rheumatoide Arthritis (früher chronische Polyarthritis): Patienten leiden vor allem an den Fingern und Händen unter einer schmerzhaften Schwellung und zunehmenden Steifigkeit.
  • Morbus Bechterew: Bei dieser Erkrankung ist vor allem die Wirbelsäule und das Sakroiliakalgelenk betroffen. Unter anderem Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und Bewegungseinschränkungen können auf die Bechterew’sche Erkrankung hinweisen.
  • Psoriasis-Arthritis: Die Entzündung der Gelenke, Wirbelsäule, Füße und Hände tritt hier in Zusammenhang mit einer Schuppenflechte auf.
  • Auch Entzündungen des Bindegewebes (Kollagenosen) und der Blutgefäße (Vaskulitiden) zählen zu den autoimmunbedingten Krankheitsbildern in der Rheumatologie.

Diagnose

Wenn der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung besteht, können Rheumatolog:innen die genaue Diagnose stellen. Neben einer Anamnese, der körperlichen Untersuchung und der Blutuntersuchung stellen vor allem bildgebende Verfahren in der Rheumatologie eine bedeutende Grundlage für eine effiziente Behandlung dar.

In der rheumatologischen Diagnostik kommen vor allem folgende bildgebende Verfahren zum Einsatz:

Bildgebende Verfahren in der Rheumatologie

Röntgenuntersuchungen gehören zu den häufigsten radiologischen Verfahren. Die Röntgendiagnostik lässt sich nahezu an allen Körperteilen und für verschiedene Fragestellungen in der Rheumatologie einsetzen. 

Die Magnetresonanztomographie (MRT) oder auch Kernspintomographie ist ein besonders fortschrittliches Verfahren, bei dem mithilfe eines Magnetfelds und von Radiowellen sehr detaillierte Schichtaufnahmen des Körpers gemacht werden können. Somit macht die Untersuchung alle vom rheumatischen Prozess betroffenen Bereiche, vor allem der Knochen und Weichteile sichtbar und gibt Aufschluss darüber, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, welche Behandlung notwendig ist und ob die gewählte Therapie anschlägt. 

Mithilfe des Ultraschalls (Sonographie) werden Vorgänge im Körper schonend und in Echtzeit sichtbar gemacht. Durch die Ultraschall-Untersuchung der Gelenke können Informationen über die Gelenkweichteile und somit die Rheuma-typischen Veränderungen gewonnen werden. Diese Methode wird auch gern zur Punktion von Gelenkflüssigkeiten eingesetzt.

Bei der Computertomographie (CT) – dem „Röntgen in der Röhre“ – werden Verletzungen oder Verformungen an den Knochen deutlicher dargestellt als beim digitalen Röntgen, wobei diese eher eine zweitrangige Methode darstellt. Aufgrund der Strahlenexposition wird bei vielen rheumatischen Erkrankungen, vor allem bei Gelenken und Weichteilen, die MRT bevorzugt. Zusätzlich können mithilfe der MRT akut entzündliche Veränderungen besser dargestellt werden.

Die Skelettszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, die zur Abbildung rheumatischer Entzündungen in Weichteilen, Knochen und Gelenken zum Einsatz kommt. Mithilfe von radioaktiv markierten Knochenbausteinen können in der Rheumatologie entzündliche Veränderungen der Knochen dargestellt werden.

Therapien in der Rheumatologie

Da der Verlauf einer Erkrankung und das Ansprechen auf eine Therapie selbst bei gleicher Diagnose von Patient:in zu Patient:in äußerst unterschiedlich ausfallen können, ist die Therapie meist komplex. Der Therapieplan muss daher immer individuell zugeschnitten werden. Die beiden gängigsten Therapie-Verfahren in der Rheumatologie sind:

  • Medikamentöse Therapie: Ein wichtiger Therapiebaustein in der Rheumatologie ist die entzündungshemmende und schmerzlindernde medikamentöse Therapie. Hierbei ist die akute Therapie im Entzündungsschub von einer Langzeittherapie zu unterscheiden.
  • Physikalische Therapie (bei Gelenk- und Muskelbeteiligung): Die Physio- und Ergotherapie sind unverzichtbare Säulen in der physikalischen Behandlung. Während die Physiotherapie zur Förderung der Beweglichkeit und zur Kräftigung der Muskulatur beiträgt, hat die Ergotherapie zum Ziel, gelenkschonende Aktivitäten zu erlernen. Zu den physikalischen Maßnahmen zählen außerdem die Kältetherapie in akuten Phasen sowie Wärmeanwendungen im chronischen Stadium.

Auch die Ausstattung mit orthopädischen Schienen (Orthesen) kann der Entlastung des Gelenks dienen. Zudem können Punktionen oder – etwa bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern – operative Eingriffe in der Rheumatologie zum Einsatz kommen, um die Beweglichkeit wiederherzustellen und den Schmerz bei Gelenkschäden zu lindern. Andere Bausteine wie eine antientzündliche Ernährung, Rehabilitationsmaßnahmen, psychosoziale Betreuung und Sport können das Behandlungskonzept ergänzen.

Warum Evidia?

Evidia steht für beste medizinische Qualität in der Strahlenmedizin. Bundesweit bieten wir die gesamte Bandbreite radiologischer, nuklearmedizinischer und strahlentherapeutischer Leistungen in den verschiedensten Fachbereichen – von Rheumatologie über Kardiologie bis hin zur Lungendiagnostik sowie muskuloskelettalen Bildgebung und Diagnostik von Sportverletzungen. Die Bündelung unserer standortübergreifenden Kompetenzbereiche ermöglicht es uns, bei komplexen Krankheitsbildern und Therapien die bestmögliche Betreuung zu sichern.

Als Innovationsführer setzen wir auf modernste medizinische Geräte mit zukunftsträchtiger Technologie. Wir bieten ärztliche Untersuchungen nach neuesten Standards in einer komfortablen Umgebung. Aktuellste medizinische Erkenntnisse und fortschrittliche Verfahren werden in die tägliche Praxis überführt. Denn Spitzenradiologie, -nuklearmedizin und -strahlentherapie ist unser unverrückbarer Anspruch an uns selbst und unser medizinischer Auftrag.