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Radiosynoviorthese (RSO)
Nuklearmedizinische Schmerztherapie

Was ist Radiosynoviorthese?

Die Radiosynoviorthese ist ein nuklearmedizinisches Therapieverfahren zur Wiederherstellung der durch Gelenkentzündungen beeinträchtigten Gelenkinnenhaut. Bei dem auch oft als RSO abgekürztem Eingriff erfolgt eine durch die lokale Verabreichung schwach radioaktiver Substanzen in den Innenraum des betroffenen Gelenkes bewirkte Bestrahlung der veränderten Bereiche. Die damit verbundene Belastung ist minimal, da die entsprechenden Halbwertzeiten bei nur wenigen Tagen liegen und die eingesetzten Substanzen eine sehr kurze Reichweite haben. Daher wird nur die kranke Gelenkschleimhaut bestrahlt und das angrenzende gesunde Gewebe nicht belastet.


 

Informationen

Je früher die Radiosynoviorthese im Verlauf der Erkrankung vorgenommen wird, umso größer sind die Erfolgsaussichten. Anhand der bisherigen Erfahrungswerte kann bei bis zu 80 % der Patienten außer einer subjektiven Verbesserung ein Rückgang der entzündlichen Symptome angenommen werden.

  • Neue Hoffnung für Arthritiskranke

  • Grundsätzlich können alle Gelenke mit diesem Verfahren behandelt werden, deren Gelenkspalt mit einer Punktionsnadel erreichbar ist. Jedoch verläuft eine RSO umso einfacher, je größer das entsprechende Gelenk ist, was zum Beispiel bei Ellenbogen- Knie- und Schultergelenken der Fall ist.

     

Vor der Untersuchung

Voraussetzung für die Durchführung einer Radiosynoviorthese ist die Entzündung eines Gelenkes (Synovialitis).

Eine genaue Beratung findet vor Durchführung der Intervention mittels eines Aufklärungsgespräches statt. Es werden Vor- und Nachteile der Behandlungsmethode besprochen sowie das Beschwerdebild exakt charakterisiert um eine sinnvolle und zielgerichtete Behandlung zu gewährleisten.

 

 

 

Während der Untersuchung

Das entsprechende Gelenk wird unter sterilen Bedingungen mittels einer dünnen Nadel punktiert. Nach Kontrolle der korrekten Nadellage wird eine radioaktive Substanz direkt in das erkrankte Gelenk injiziert. Durch diese radioaktive Substanz wird das entzündete Gewebe abgebaut.

Der Körper insgesamt, als auch das gesunde Gewebe des Gelenkes, werden geschont. .

Nach der Untersuchung

Für 48h Stunden sollte das behandelte Gelenk nicht belastet und insgesamt für eine Woche geschont werden.

Verfügbar an folgenden Standorten

MVZ blikk Radiologie & Nuklearmedizin Schwerte

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Häufige Fragen

Die Radiosynoviorthese ist eine schonende Behandlungsmethode um therapierefraktäre Veränderungen und Entzündungen der Gelenke erfolgreich zu behandeln. Als nuklearmedizinisches Verfahren wird die Gelenkinnenhaut direkt durch ein radioaktives Medikament behandelt, sodass die Entzündung ausgeschaltet und Schmerzen gelindert werden. Da nur direkt das entzündete Gelenk therapiert wird, ist die Methodik schonend für den ganzen Körper und die Strahlenbelastung minimal. Nach der Intervention sollte das behandelte Gelenk für etwa eine Woche geschont werden. Die Radiosynoviorthese kommt für eine Vielzahl von Erkrankungen in Frage:

- Rheumatoide Arthritis und generell Rheuma-Erkrankungen mit Beteiligung eines Gelenkes
- Entzündlich aktivierte Arthrosen und wiederkehrende Gelenkergüsse
- Gelenkergüsse bei Prothesen

Der Begriff Gammastrahlen bezeichnet ionisierende Strahlen aus radioaktivem Zerfall. Während Alpha- und Beta-Teilchen elektrisch geladene Partikel darstellen, handelt es sich bei Gammastrahlung um elektromagnetische Strahlung. Gammastrahlung entsteht als Folge radioaktiver Kernumwandlungen.

Nuklearmedizinische Untersuchungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. Wenn Sie stillen, ist eine kurze Unterbrechung des Stillens notwendig.